Schall und Schatten

Schallimmission

Windenergieanlagen müssen die Vorgaben der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) einhalten, damit sie eine Baugenehmigung bekommen. In der TA Lärm wird genau geregelt, wie viel von den Geräuschen einer Gewerbe- oder Industrieanlage (oder eben einer Windenergieanlage) in unterschiedlichen Gebieten zu hören sein darf.

In reinen Wohngebieten darf nachts die Grenze von 35 Dezibel (A) nicht überschritten werden. Dieser Wert entspricht ungefähr der Lautstärke, die in einer Bibliothek herrscht. Für allgemeine Wohngebiete liegt der entsprechende Höchstwert bei 40 Dezibel (A). Das ist in etwa der Geräuschpegel, den eine sehr leise Unterhaltung hat. In Dorf- und Mischgebieten liegt der Grenzwert bei 45 dB(A).

Externes Schallgutachten

Im Genehmigungsverfahren muss der Projektentwickler durch ein externes Schallgutachten eines unabhängigen Gutachters nachweisen, dass die Grenzwerte eingehalten werden.


Schattenwurf

Der potenzielle Schattenwurf durch die Anlagen wird ebenfalls im Vorfeld durch unabhängige Gutachter geprüft. Wohnhäuser dürfen unter der theoretischen Annahme eines andauernd wolkenlosen Himmels höchstens 30 Stunden pro Jahr sowie 30 Minuten pro Tag dem Schattenwurf einer Windenergieanlage ausgesetzt sein.

Externes Schattenwurfgutachten

Im Zuge des bisherigen Genehmigungsverfahrens hat ein unabhängiger Fachgutachter eine Schattenwurfprognose erstellt. Das Gutachten hat ergeben, dass für einzelne Wohnhäuser in Möttau der oben erläuterte theoretische Wert überschritten werden könnte. In der bisherigen Planung haben wir daher die vom Gutachter empfohlene Verwendung einer Abschaltautomatik zur Einhaltung der Richtwerte für den Schattenwurf berücksichtigt. Auf Basis der neuen Planung wird das Schattenwurfgutachten überarbeitet. Daraus wird sich ergeben, ob auch unter den veränderten Rahmenbedingungen eine Abschaltautomatik notwendig sein wird.


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